NOVEMBER: BAUBEGINN AM 12.11. 2009
4. November
Es regnet heftig seit Sonntag Abend: Damit ist der Baubeginn für diese Woche fraglich. Wenn der Boden zu aufgeweicht ist fallen die Gräben fürs Streifenfundament in sich zusammen.
Der Vermesser war da:
Die Baugrube, Hauseckpunkte und die Höhenlinien für die Bodenplatte sind markiert.
5. November
ja aber...
Das Wetter wird besser
– es soll jetzt drei Tage nicht regnen und dann die ganze nächste Woche wieder.
Wir fragen an ob wir nicht am Freitag anfangen können: Die Rohbaufirma ist ja seit Anfang der Woche „Gewehr bei Fuss.... „
„Leider können wir noch nicht anfangen „ heisst es bei DEURA.
Später erfahren wir das der Rohbauer erst Anfang der Woche die Pläne bekommen hat, und erst dann die Stahlbewehrungen für unser Streifenfundament bestellen konnte. Und das Zeug kommt erst nächste Woche...
Seufz – dann wären wir drei Wochen nach der vertraglich vereinbarten Frist für den Baubeginn, falls wir bei dem Regen überhaupt in nächster Zeit anfangen können..
Wir fragen DEURA was denn die Verspätung für Konsequenzen habe: Keine, kommts zurück, und ob wir einen besonderen Grund hätten, warum uns die Zeit so wichtig sei?
Wir prüfen die Verträge und finden einen unserer Bau-Anfängerfehler: Wir haben noch nicht mal einen Fertigstellungstermin fixiert, und auch keine Vereinbarung in den Vertrag gebastelt, das die uns entstehenden Verzugskosten ersetzt werden. (wir zahlen inzwischen Bereitstellungszins- und natürlich einige Zeit länger Miete als wir erhofft hatten). Also hoffen wir das unser Rohbauer so genial schnell ist wie uns versprochen wurde und die verlorene Zeit wieder rausreisst.
7. - 11. November
Wir prüfen das Angebot unseres Rohbauers ( Massivbau Lieder GmbH & Co.KG ) für die Tiefbauarbeiten:
Die Entwässerungsleitungen und Abwasseranschlüsse sind – wie üblich- kein Bestandteil des Hausvertrages. Uns dämmert das wir uns da ein wenig früher hätten kümmern sollen, was sowas kostet. Jetzt müssen wir auf die Schnelle checken ob die Preise des Angebots passen . Wir wollen nicht riskieren selbst den Baufortschritt zu behindern weil wir den Auftrag zu spät erteilen.
Ausserdem müssen wir jetzt doch die Baustellenzufahrt befestigen: Vor ein paar Wochen wäre es vielleicht erst noch so gegangen, aber der Herbstregen hat alles aufgeweicht: Fahrzeuge bis 40 Tonnen müssen auf unser Grundstück ohne im Schlamm zu versinken. Wir haben ein Angebot für weit über 1000 Euro dafür- und suchen nach der Billig Alternative..
11.11ter: Abends kommt der Anruf: MORGEN GEHT ES LOS!!!
12. November
Morgens halb 8, Baubeginn und Sonnenschein...
Als wir morgens auf die Baustelle kommen ist ein mächtiger Bagger schon dabei die Grundfläche für die Bodenplatte auszuheben.
Das Bauteam das von DEURA beauftragt wurde ist uns sehr symphatisch und macht einen sehr guten Eindruck.
Wir hatten abgemacht den Aushub gaaaaanz hinten auf eine leicht abschüssige Ecke des Grundstücks zu legen... aber der Bagger versumpft auf dem Weg dahin.
Wir sehen selbst wie er trotz der Breitreifen bis über die Achsen einsinkt: Der Aushub wird also direkt neben der Baugrube abgelegt.... anfangs ist es nur ein Häufchen Erde.
Wir sind mit unserem Zufahrtsbefestigungs-Problem etwas weiter: Vielleicht schon morgen soll ein Freund preiswert eingekauften Schotter liefern.
Inzwischen wurde die Bausohle unseres Häuschens vom Rohbauunternehmen komplett ausgehoben, geschottert und festgerüttelt. Und das Häufchen vom Bauaushub ist inwischen ein grosser Erdwall!
Häufchen
Nachmittags..
Wir lernen: Bodenaushub wird beim Ausgraben aufgelockert und vergrössert dabei sein Volumen um bis zu 50 %. Wir fragen uns wie wir den Berg je da wegbekommen sollen – um dieses Problem müssen sich nämlich auch die Bauherren selbst kümmern.
„ Typischer Anfängerfehler“ kommentiert das Bauteam freundlich: “Der Aushub sollte am besten immer gleich weg, der lag ja schon in der Baggerschaufel und war damit schon fast verschwunden...“
FREITAG DER 13te, morgens halb 8
beim Nachbarn gelandet...
Das Telefon klingelt.. . Bis wir es gefunden haben ist das Klingeln vorbei.
Auf Verdacht rufen wir unseren Schotterlieferanten an: Treffer!
Der Fahrer steht an der Baustelle und hat schon die ersten 12 Tonnen vom Anhänger auf Nachbars Grundstück abgeladen.. Wir wissen noch nicht mal wem das Grundstück gehört –M.I.S.T.
aber der Fahrer hatte keine Wahl: Straßennahe Lagerplätze auf unserem Grundstück sind vom westlichen Baunachbar (auch DEURA) in Beschlag genommen.
Immerhin kann der Fahrer die anderen 12 Tonnen von der Zugmaschine punktgenau auf unsere Einfahrt kippen, und zwar so das die Bauarbeiter mit Ihren Maschinen noch vorbei kommen ;-)
Fundamente graben
Heute werden die schmalen Gräben für die Streifenfundamente ausgehoben und das ist für uns extrem spannend, weil:
Das Baugrundgutachten hat in der Nordostecke unseres zukünftigen Hausstandortes SUMPF diagnostiziert: Tragfähiger Grund erst bei ca 1´60 Tiefe. In der Ecke gegenüber war der gute Boden schon in 80 cm anzutreffen. Es gab nur diese zwei Bohrungen, und wir wissen noch nicht ob das Sumpfloch nur ein kleines Loch ist. Schlimmstenfalls ist das Gegenteil der Fall und die gute 80 cm Stelle nur eine kleine Bergspitze mitten in einem sehr grossen Sumpfloch. Für uns könnte der Unterschied ein mächtig teurer werden, wir zahlen die Zusatzkosten für Baugrundkomplikationen „nach Aufmaß“, das ist für alle Beteiligten fairer als eine Pauschale. Je tiefer wir graben müssen, desto teuer wird’s.
17. November
18. November: Bodenplatte
Der LKW kommt morgens um 10´00
bereits um 10´10 entsteht das Foto links, 10´50 Uhr ist die Platte fertig gegossen und glattgezogen.
Wir sind froh, das wir Gelegenheit hatten diesen Arbeitsschritt zu fotografieren, weil sich hier die Stahlbewehrung gut erkennen lässt. Wenn der Beton erst mal gegossen ist kann man nicht mehr sehen wieviel Stahl im Boden steckt. Und wir haben das Gefühl die Bodenplatte liegt etwas tief, aber da kommt ja noch jede Menge Fussboden drauf.
20. November
Platte hart ?
frühmorgens: Ringsrum gedämmt und schon begehbar, aber die Platte muss noch etwas aushärten
23. November: Stein auf Stein- es geht los!
nachmittags ist die erste Fuhre da: Der Lücking W8 Stein
Leider ist unsere Rohbautruppe auf einer anderen Baustelle, weiter gehts am:
25. November
Zufällig kommen wir genau richtig
zum allerersten Mauerstein!
Die Anzeige der Kamera zeigt: 25.11. 2009 um 9:40 Uhr
Wir sind wirklich glücklich: Endlich geht's richtig los!
Wir wissen das es ein Wettmauern mit dem kommenden Winter wird:
Die Steine werden verklebt, und wenns zu kalt wird, dann
hält der Kleber nicht und das heisst Baustopp.
Wir hoffen den Rohbau noch vor dem Frost hochzubekommen.
Die Rohbautruppe von Massivbau Lieder GmbH & Co.KG ist zuversichtlich.
26. November
17 Uhr
Wir sind begeistert:
Es geht schnell und akurat voran: Die Rohbautruppe (Massivbau Lieder GmbH & Co.KG) mit ihrem Chef Hr. Lieder leistet Spitzenarbeit. Wir
hatten schon bei den Fundamentarbeiten einen guten Eindruck von der Truppe die Deura für uns engagiert hat. Jetzt sind wir sicher , das wir eine super Mannschaft haben. Ein befreundeter Architekt
schaut für uns drüber und nickt anerkennend: Die sind gut.
Bauen mit DEURA